Gründung des christlichen Vereins in Göttingen
Am 18. November 1865 wurde in Göttingen ein christlicher Verein gegründet, der die Grundlage für den späteren Göttinger Wingolf bildete. Der Verein zielte darauf ab, christliche Werte und Gemeinschaft unter den Mitgliedern zu fördern. Regelmäßige Treffen beinhalteten Gebete, Bibelstudien und Diskussionen über religiöse Themen.
Entstehung der Arminia zu Göttingen
Am 19. Februar 1867 entstand aus dem christlichen Verein die Arminia zu Göttingen. Diese Verbindung trug die Farben Schwarz-Silber-Rot und pflegte bereits enge Kontakte zu bestehenden Wingolfsverbindungen. Die Arminia orientierte sich an den Prinzipien der Wingolfsverbindungen und strebte eine Aufnahme in den Wingolfsbund an.
Gründung des Göttinger Wingolf

Am 19. Juli 1867 wurde der Göttinger Wingolf aus der Arminia heraus gegründet. Die Gründungsfeier, der sogenannte Stiftungskommers, fand im Gasthaus „Zur Linde“ in Geismar statt. Diese Gründung markierte den Übergang von einer christlichen Studentenverbindung zu einer vollwertigen Wingolfsverbindung. Der Göttinger Wingolf übernahm die Farben Schwarz-Weiß-Gold und pflegte weiterhin enge Kontakte zu anderen Wingolfsverbindungen.
Göttinger Wingolf erstmals Vorort des Wingolfsbundes
Im Jahr 1884 übernahm der Göttinger Wingolf erstmals die Vorortschaft des Wingolfsbundes, was eine bedeutende Rolle innerhalb des Bundes darstellt. Die Vorortschaft bedeutet, dass der Göttinger Wingolf für die Koordination und Leitung der Geschäfte des gesamten Wingolfsbundes für eine Wahlperiode von zwei Jahren verantwortlich war. Diese Position ermöglichte es dem Göttinger Wingolf, maßgeblich an der Gestaltung und Umsetzung der gemeinsamen Beschlüsse der Wingolfsverbindungen mitzuwirken. Die Übernahme der Vorortschaft unterstrich die Bedeutung und den Einfluss des Göttinger Wingolf innerhalb des Bundes.
Gründung des Göttinger Wingolf
Am 19. Juli 1867 wurde der Göttinger Wingolf aus der Arminia heraus gegründet. Die Gründungsfeier, der sogenannte Stiftungskommers, fand im Gasthaus „Zur Linde“ in Geismar statt. Diese Gründung markierte den Übergang von einer christlichen Studentenverbindung zu einer vollwertigen Wingolfsverbindung. Der Göttinger Wingolf übernahm die Farben Schwarz-Weiß-Gold und pflegte weiterhin enge Kontakte zu anderen Wingolfsverbindungen.

Vertagung und Verkauf des Hauses
1935 wurde der Göttinger Wingolf vertagt und das Haus verkauft. Diese Maßnahme war eine Reaktion auf die politischen Verhältnisse der Zeit, insbesondere auf den Druck des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB), der seinen Mitgliedern die Mitgliedschaft in nicht-nationalsozialistischen Verbindungen verbot. Da die Mitgliedschaft im NSDStB für neu eintretende Studenten obligatorisch wurde, verlor der Göttinger Wingolf viele potenzielle Mitglieder und musste seine Aktivitäten einstellen. Zudem forderten nationalsozialistische Stellen die Eingliederung des Wingolfs in einen neuen nationalsozialistischen Verband, was die Einführung der Mensurpflicht bedeutet hätte. Angesichts dieser Forderungen und des wachsenden Drucks entschloss sich der Göttinger Wingolf, seine Aktivitäten einzustellen und das Haus zu verkaufen, um seine christlichen Grundsätze zu wahren.
Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg
Am 17. Juli 1947 wurde der Göttinger Wingolf als zweite Wingolfsverbindung nach dem Zweiten Weltkrieg wiedergegründet. Diese Wiedergründung fiel in eine Zeit, in der das Verbindungswesen in Deutschland mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Nach dem Krieg hatten die Besatzungsmächte alle deutschen Studentenverbindungen verboten. In den Besatzungszonen war die Wiederbelebung des Verbindungswesens besonders schwierig, da die Universitäten und Studentenschaften stark unter den Kriegsfolgen litten und die Besatzungsmächte den traditionellen deutschen Institutionen skeptisch gegenüberstanden. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es dem Göttinger Wingolf, seine Aktivitäten wieder aufzunehmen und die christlichen und korporativen Prinzipien, die ihn auszeichneten, wieder zu etablieren.
Neustiftung des Hallenser Wingolf
Am 5. Mai 2002 gründeten zwei Göttinger Wingolfiten und zwei Hallenser Studenten den Hallenser Wingolf neu. Diese Wiedergründung erfolgte nach einer langen Unterbrechung, die durch die politischen Verhältnisse und das Verbot von Studentenverbindungen während des Nationalsozialismus und in der DDR bedingt war. Erleichtert wurde die Wiedergründung durch die Rückübertragung des alten Korporationshauses in der Robert-Blum-Straße im Jahr 2000. Entscheidend für die erfolgreiche Wiederbelebung der Verbindung war die Unterstützung durch die Göttinger Bundesbrüder.
Beitritt zur Diezer Konvention

Seit November 2023 gehört auch der Göttinger Wingolf der Diezer Konvention an. Dieser Beitritt stellt einen weiteren Meilenstein in der Geschichte des Göttinger Wingolfs dar und stärkt die Verbindung zu den anderen Mitgliedern der Diezer Konvention. Sie ist ein wichtiger Zusammenschluss innerhalb des Wingolfsbundes, der sich der Förderung korporativer und christlicher Werte verschrieben hat. Zur Diezer Konvention gehören (Stand 2025) der Bonner Wingolf, der Marburger Wingolf, der Gießener Wingolf, der Kieler Wingolf, die Wingolfsverbindung Chattia zu Würzburg und der Göttinger Wingolf. Durch den Beitritt zur Diezer Konvention kann der Göttinger Wingolf seine Ziele und Grundsätze in enger Zusammenarbeit mit den anderen Diez-Verbindungen verfolgen. Dies unterstreicht das Engagement des Göttinger Wingolfs für die Stärkung der korporativen Gemeinschaft im Einklang mit gelebten christlichen Werten im 21. Jahrhundert.

